Lebensfreuden

Die Pause am Meer

Dienstag 03 August 2021 - 15:35:12
sonenuntergang.jpg In Zeiten von Corona haben wir es oft nicht leicht und sehnen uns danach, einmal alle Vorschriften und Maßnahmen, was den eigenen Schutz und den unserer Mitmenschen betrifft, für ein paar Stunden einfach nur auszublenden! Was nicht so einfach ist, doch heute möchte ich es mit der Hilfe meiner Fantasie einmal probieren!

Schließen wir die Augen und lassen unsere Gedanken dorthin treiben, wo sie hinmöchten. Vielleicht macht ihr einen Ausflug ins Grüne mit euren Liebsten! Geht in den Zoo oder in den Park und genießt die Pracht der Bäume und Blumen! Vielleicht vergnügt ihr euch auch mit euren Kindern in einem Freizeitpark oder macht eine Wanderung!
Ich träume meinen geliebten Hausbären und mich ans Meer, wo wir barfuß unbeschwert am Strand entlanglaufen, so dass uns immer wieder die kleinen Wellen, die sich bei ihrem schnellen Heranstürmen ans Ufer etwas aufbäumen, um dort anschließend ganz langsam auszulaufen, um unsere Füße zu streicheln! Begleitet von einer leichten Seebrise, die uns um die Nase weht und einen leicht salzigen Geschmack hinterlässt!
Wir sammeln Muscheln in den verschiedensten Größen, Formen und Farben, mal sind sie glatt, mal haben sie eine gerillte Oberfläche. Uns laufen kleine Krebse fast über die Füße, welche oft eine sehr merkwürdige Behausung mit sich tragen!
Wir suchen uns ein schönes Plätzchen am Strand und setzen uns in den weißen, weichen Sand mit Blick auf das Meer. Ganz weit in der Ferne glauben wir ein paar Vergnügungsschiffe zu sehen. Zu uns gesellen sich ein paar Möwen, die - so wie es den Anschein hat - auf etwas zu futtern von uns hoffen! Ich habe beschlossen, im Laufe des Tages ein leckeres Fischbrötchen mit meinen Bären zu genießen und dazu einen mittelgroßen Becher Bier zu trinken, den wir uns teilen werden! Klingt doch lecker – und auch nicht zu unbescheiden, oder?
Wir sitzen still nebeneinander und genießen den Moment, den Augenblick, jeder von uns beiden für sich mit dem Wissen, wir sind verbunden mit den Elementen des rauschenden Wassers, der sandigen Erde und der Luft, die wir tief in unsere Lunge einatmen.
Viel zu schnell geht dieser Tag am Wasser vorbei, wir suchen uns ein Plätzchen, von wo wir den wunderschönen Sonnenuntergang genießen können, ich lege meinen Arm um meinen Bären, dieser lehnt sich sanft an mich und ich bin ganz erfüllt von dem Gedanken: was für ein schöner Tag am Meer!
Mir fällt ein Spruch dazu ein, den ich irgendwo einmal gelesen habe, doch leider fand ich nie heraus, von wem er ist.

„Manchmal sollte man weder mit noch gegen den Strom schwimmen, sondern einfach mal aus dem Fluss klettern, sich ans Ufer setzen und eine Pause machen...“

Ich habe die Pause heute in meinen Gedanken gemacht und bevor ich wieder in die Wirklichkeit zurückkehre, sitze ich mit meinem Bären noch am Strand und beobachte die untergehende Sonne noch so lange, bis sie ganz verschwunden ist!

Hilda



1 Kommentare


    Hanni
    2 Monaten vor

    Hast du mal wieder sehr schön geschrieben. Ich werde nächste Woche ein paar Tage am Strand sitzen können. Fahre mit dem Zug nach Ostfriesland

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