Lebensfreuden

Wenn Mutter Natur Mutter Erde tröstet!

Dienstag 28 September 2021 - 15:54:42
11.jpg Wenn wir uns daran erinnern, wie es als Kind war, draußen in der Natur zu spielen, wie wir uns an der Schönheit der Natur erfreut haben, wie wir noch einigermaßen gute Luft atmen durften - ist es da nicht irgendwo erstaunlich, wie weit sich unser Leben heute davon entfernt hat, dieses Besondere einfach wahrzunehmen und zu schätzen!

Es heißt immer, so wie wir groß werden, so wie unsere Eltern uns ihr Leben vorgelebt haben, so übernehmen wir es und geben wir es weiter an unsere Kinder, vielleicht mit ein paar kleinen Veränderungen, da der Mensch und die Welt sich immer im Wandel befinden! Doch ich stelle mir die Frage, ob wir – wenn wir geahnt hätten, was wir Mutter Erde mit unserem Verhalten antun - nicht doch versucht hätten, es anders zu machen?
Vielleicht hätten wir uns viel zivilisierter ihr gegenüber verhalten, anstatt sie immer mehr zugunsten unseres Wohlstandes auszuplündern? Vielleicht hätten wir versucht, sie nicht in eine große Müllhalde zu verwandeln? Vielleicht hätten wir unsere Gift-und Atommüll-Abfälle nicht unter ihrer Oberfläche gelagert? Vielleicht hätten wir uns mehr bemüht, mit unserem Drang, immer mehr entdecken und erforschen zu wollen, den zerbrechlichen Lebensraum, den sie für uns bereitstellt, nicht zu zerstören?
Natürlich muss auch ich mich einreihen unter jenen , die dazu beigetragen haben, dass die Erde leidet! Auch ich bin um die Welt gereist und viel mit dem Auto umhergefahren, habe mir keine Gedanken darüber gemacht, was mit dem Müll geschieht, den ich produziere, dass ich die Luft und das Wasser verschmutze, dass ich mit meiner Art zu leben anderes Leben zerstöre!
Haben wir vielleicht nicht anders gekonnt? Wenn ich mir die Frage stelle, ob ich alles, was ich erlebt und gesehen habe, wirklich missen möchte, muss ich mit einem ehrlichen „Nein“ antworten! Und wenn ich mir dann die Frage stelle, ob ich, wenn ich die Uhr zurückdrehen könnte, es wieder tun würde, dann müsste ich mit einem ehrlichen „Ja“ antworten! Warum? Weil auch ich schon immer mit dem Widerspruch gelebt habe, mit jugendlichem Eifer einerseits neugierig auf Mutter Erde und Mutter Natur und das Abenteuer Leben zu sein und andererseits mich in jenen sorglosen Jahren nie wirklich gefragt habe, was meine Aktivitäten mit den Objekten meiner Neugier machen.
Heute mache ich mir sehr viele Gedanken über mein Verhalten gegenüber der Erde, denn auch ich bin jetzt in einem Alter, wo alles einen anderen Blickwinkel bekommt! Natürlich versuche auch ich mittlerweile, besser mit Mutter Erde und Mutter Natur umzugehen und leiste meinen Beitrag, dass es ihnen doch wieder besser gehen möge!
Die Kraft, mit der Mutter Erde uns trägt, wird nicht mehr reichen, das wissen wir heute. Und noch eine weiß dies und hat begonnen, etwas dagegen zu tun, indem sie uns zeigt, dass wir so nicht weitermachen dürfen, und weist uns in unsere Schranken. Sie zeigt uns ganz deutlich, an welcher Stelle wir eigentlich stehen, und dass sie uns nicht braucht!
Mutter Natur hat begonnen, Mutter Erde zu trösten und ihr zu Hilfe zu eilen, sie schickt mehr Stürme, Erdbeben, Überschwemmungen, Waldbrände, Dürre usw. Und immer in solchen Augenblicken tun die Menschen so, als hätten sie verstanden, dass wir so nicht weitermachen können und dürfen, zumindest hat es den Eindruck!
Oft ist die Rede davon, welchen Fußabdruck wir wohl auf Mutter Erde hinterlassen?
Und so gerne würde ich für meine Person auf diese Frage antworten: am besten den allergeringsten. Ich habe angefangen, meinen Lebensstil zu ändern, ich trenne den Müll bzw. versuche, erst gar nicht so viel zu produzieren. Ich versuche den Strom zu reduzieren, sogar mein Essverhalten versuche ich zu ändern und ich übe mich darin, den Aspekt der Nachhaltigkeit im Blick zu behalten!

Ich stehe noch am Anfang meiner kleinen Veränderungen, das muss ich zugeben, doch es fühlt sich gut an! Ich genieße mit all meinen Sinnen das Schöne, was Mutter Erde und Mutter Natur mir präsentieren und ich bin dankbar für das Geschenk des Lebens!
Doch muss ich zugeben, dass mich das Treiben der Menschheit oft erschreckt und ich mich fürchte vor den Folgen für das zukünftige Dasein auf diesem wunderschönen Planeten!
Und dann die Ungewissheit: „Wissen wir es heute wirklich um so vieles besser als zu früheren Zeiten?“
Mutter Natur hat schon lange angefangen, Mutter Erde zu trösten und wir haben immer nur weggeschaut! Warum sollte sie jetzt Erbarmen mit uns haben? Wie kommt es, dass wir vergessen haben, dass wir nur Gast hier sind, nur auf der Durchreise? Es wird unübersichtlich, wenn wir alles nur von unserer individuellen Seite sehen, da wir Menschen nun mal leider sehr unvollkommen sind! Vielleicht jedoch sind wir jetzt auf einem besseren Weg, versuchen Mutter Erde und Mutter Natur differenzierter und achtsamer zu begegnen, indem wir ihr zeigen: wir haben verstanden und sie wahrgenommen als unsere einzige Zuflucht.
Ich möchte daran glauben, dass es uns einmal möglich sein wird, wirklich im Einklang mit Mutter Erde und Mutter Natur zu leben!

Hilda



2 Kommentare


    Eine Brise Lebensfreude
    2 Monaten vor

    Danke schön liebe Hanni

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    Hanni
    2 Monaten vor

    Eine sehr schöne Geschichte, nein..Bericht hast du da verfasst. Ich glaube das Mutter Erde ohne uns viel besser dran wäre. Die Menschen haben einen Egoismus entwickelt, der in Gier und Macht ausgeartet ist. Jeder will alles und jedes besitzen, Geld ist ihr Erfolgsrezept. Mir tut es in der Seele weh, wenn ich an meine Enkelkinder denke, welche Zukunft sie wohl noch haben. Die Zeit, die wir noch erlebt haben, wird so nicht mehr zurück kommen. Dazu ist der Mensch nicht mehr fähig, die Natur, die Erde als höchstes Gut anzuschauen ;-(

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