Lebensfreuden

Weihnachtliche Gemütlichkeit

Donnerstag 23 Dezember 2021 - 10:25:35
weihnachten2021.jpg Oft ist es am Heiligen Abend immer noch stressig, doch mein geliebter Hausbär und ich haben es dieses Mal geschafft, alles mit Ruhe und Gelassenheit anzugehen! Es hatte wieder geschneit über Nacht und am Morgen schien die Sonne über den Hügeln und es blitzte alles herrlich hell und weiß. Ich steckte die Nase unter der Bettdecke hervor und spürte die kalte winterliche Luft, die durch das gekippte Fenster ins Schlafzimmer drang. Mein Bärchen streckte und reckte sich neben mir. „Huh, ist ganz schön frisch hier drinnen“, sagte er und fügte „einen lieben guten Morgen, mein Spätzchen“ hinzu.

„Guten Morgen, mein Herzchen, ich glaube, ich stehe schon mal auf und mache Frühstück für uns beide“, antwortete ich und verließ das Bett mit einem „Brrr!“ In der Küche wurde ich maunzend erwartet, das Katerchen saß vor seinem Futternapf und wartete darauf, dass er gefüllt würde. Während ich gerade dabei war, diesem Wunsch nachzukommen, schlurfte der Hausbär in seinen Nikolaus-Filzpantoffeln in die Küche auf direktem Weg zur Kaffeemaschine und machte uns zwei große Tassen guten Kaffees! Gemeinsam deckten wir den Tisch und - wie eigentlich jeden Morgen - dehnte sich unser Frühstück auf ungefähr ein bis eineinhalb Stunden aus. Es ist aber auch einfach nur herrlich: so gemütlich zusammen, frisch aus dem Bett, an einem Frühstückstisch mit vielen kleinen Köstlichkeiten, die das Frühstück zu einem kleinen Fest machen. Die 4 Kerzen am selbst gemachten Adventskalender brennen und runden das
Bild feierlich ab - was möchte man da noch mehr haben?!

„Wir müssen heute noch die kleine Fichte vor dem Parkplatz absägen“, begann mein Bär das Gespräch. „Natürlich nur, wenn wir auch den Baumständer finden, also schauen wir doch besser erst danach, bevor wir uns ans Sägen machen“, ergänzte er seinen Satz. Draußen ließ die Wintersonne den Schnee etwas tauen und es entstanden kleine Schneelücken. Als wir nach dem Frühstück erst den Baumständer gesucht und dann gefunden hatten und nach draußen gingen, um den kleinen Baum mit der Handsäge, so weit wie es nur ging, ganz nah am Boden abzusägen. Wieder im Haus, stellten wir den Stamm in den Baumständer und drehten das Stahlseil solange, bis der Baum fest und sicher und gerade stand, füllten etwas Wasser hinein und traten dann zurück, um das Getane zu begutachten. Wir stellten fest, dass er nicht gerade eine Schönheit war, aber fanden, dass er gerade deswegen für uns etwas Besonderes ist.
„Ich würde sagen, du schmückst den Baum und ich mache uns beiden je eine Tasse heiße Schokolade“, grinste mein Bär mich an. „In Ordnung, vorher müsstest du mir aber noch beim Heruntertragen des Baumschmucks helfen“, antwortete ich ihm. Und gemeinsam gingen wir in die obere Etage, um die Kiste mit dem Weihnachtsschmuck zu holen.
Die heiße Schokolade war natürlich schneller fertig, als der Baum geschmückt. So hatte sich mein Bär schon mal aufs Sofa gesetzt und hielt seine Tasse in den Pfoten und schaute mir dabei zu, wie ich die letzten Kugeln an den Baum hing. „Wunderschön, mein Spätzchen“, und mein Bär streckte mir meine Tasse Schokolade entgegen. „Warte, ich setze mich neben dich“, sagte ich und nahm ebenfalls Platz auf dem Sofa. Wir tranken unsere Schokolade, stellten fest, dass der Baum uns so, wie er war, nun doch sehr gut gefiel. Und das Katerchen, welches vorher noch im Keller geschlafen hatte, fand jetzt auch nach kurzer Begutachtung Gefallen an dem Baum und legte sich darunter. Er machte es uns vor und wir machten es ihm nach; allerdings legten wir uns nicht unter den Baum, nein, wir bevorzugten das bequeme Sofa und hielten ein kleines Schläfchen, innig unter der Weihnachtsdecke aneinander gekuschelt. Als wir aufwachten, stellten wir fest: Es war schon dunkel draußen geworden und so allmählich machte sich der Hunger bemerkbar. Nun sollte man meinen, am Heiligen Abend könnte ein Festmahl auf dem Tisch stehen. Doch wir hatten uns dieses Weihnachten dazu entschieden, eine einfache Hühnersuppe mit Nudeleinlage als unser Festmahl zu genießen und den Abschluss bildete ein kleines Gläschen Eierlikör. Der Abend wurde mit einem alten Weihnachtsfilm und den übrig geblieben selbst gebackenen Plätzchen von den Adventssonntagen beendet. Was für ein schöner, gemütlicher Weihnachtstag!
„Frohe Weihnachten, mein Bärchen!“
Frohe Weihnachten euch allen da draußen!

Hilda



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